Promotion
Man braucht einen offiziellen Betreuer, sprich Doktorvater, der an der Georg August Universität habilitiert ist. Da die habilitierten Professoren selten Zeit haben, gibt es meistens noch einen unmittelbaren Betreuer, den sogenannte Doktoronkel, mit dem man hauptsächlich zusammenarbeitet. Um die Doktorarbeit erfolgreich abzuschließen muss man sich eine Vorlesung anhören, die zweimal im Semester stattfindet. Die Termine dieser Vorlesung findet ihr unter dem untenstehenden Link. Das Promotionsbüro (Westhalle, 1 Stock, direkt erste Tür wenn man die erste Treppe vor der Sparkasse hochläuft) bereitstellt. Der offizielle Promoter der Medizinischen Fakultät ist Herr Prof. Oppermann (mopperm@gwdg.de). Irgendwann im Laufe der Doktorarbeit muss man sich im Promotionsbüro formell anmelden, später ist nicht unbedingt schlechter, also meist vorteilhaft.
Link auf die offiziellen Informationen der UMG
Zeitpunkt einer Doktorarbeit
Mit der Doktorarbeit kann jederzeit begonnen werden, d.h. auch schon während des Studiums (im Gegensatz zu den anderen Doktorarbeiten z.B in der Chemie, Physik usw.). Der vermutlich optimale Beginn ist nach dem Physikum. Der häufigste Beginn ist so ca. im 7/8 Semester. Das ist natürlich sehr relativ, aber es gibt so einige Faustregeln. Als Vorkliniker ist die Gefahr relativ groß, dass man Ewigkeiten braucht weil der Druck nicht da ist und die Doktorväter davon ausgehen, dass man noch viel viel Zeit hat. Später ist dann der Druck zu groß und man läuft Gefahr die Doktorarbeit überhaupt nicht mehr zu machen, oder man muss sie ins Arbeitsleben hineinziehen, was sehr kompliziert wird.
Arten und Bewertung einer Doktorarbeit
Es gibt statistische, klinische und experimentelle Doktorarbeiten. Wobei die Mischformen wohl vorherrschen. Die angesehensten sind die experimentellen; die einfachsten und schnellsten die Statistischen.
Das wird sich auch in der Bewertung niederschlagen.
summa cum laude – ‚mit höchstem Lob‘, ‚mit Auszeichnung‘
magna cum laude – ‚mit großem Lob‘, ‚sehr gut‘
cum laude – ‚mit Lob‘, ‚gut‘
satis bene – ‚genügend‘,‚befriedigend‘
rite – ‚ausreichend‘
non probatum, non sufficit, non rite oder insufficienter – ‚ungenügend‘ (durchgefallen)
Suchen einer Doktorarbeit
Generell gibt es 5 Möglichkeiten
Potentielle Betreuer direkt ansprechen. D.h. man muss sich Gedanken machen wer ist mir sympathisch, wer macht ungefähr das was ich will. Die effektivste Methode.
Studenten älterer Semester fragen. Wenn man genügend viele Leute fragt kann man einen guten Überblick gewinnen, wertvolle Anregungen erhalten und eventuell Adressen für die richtige Arbeit haben
Schwarze Bretter abklappern. In Göttingen funktioniert das nur äußerst schwierig, es gibt nur ganz wenige Aushänge und diese sind dann oft überlaufen oder unzumutbar.
Im Internet nach Doktorandenbörsen suchen. Auch ein mühseliges Unterfangen.
sehr motivierte Studenten können auch den jährlichen Forschungsbericht durcharbeiten und interessante Abteilungen herauspicken.
geplant ist eine Doktorandenbörse, bei der sich die einzelnen Abteilungen vorstellen können. Vielleicht schon WS2010/11.
Bewerben für eine Doktorarbeit
Wenn man sich dann eine Abteilung ausgesucht bzw. Ansprechpartner gefunden hat, sollte man schon bei der Bewerbung eine gewisse Professionalität zeigen, d.h. ordentliche Bewerbung mit Lebenslauf und Motivation (etc.)!!
Kriterien einer guten Doktorarbeitsstelle
- Ist mir der Doktoronkel sympathisch?
- Ist mir der Doktorvater sympathisch?
- Traue ich meinem Doktoronkel und meinem Doktorvater genügend wissenschaftliche Kompetenz zu?
- Ist ein Zeitrahmen angegeben?
- Steht das Thema schon fest?
- Gibt es eine Bezahlung?
- Langweilt mich das Thema nach 5 Minuten?
- Braucht der Doktorvater junge unschuldige Medizinstudenten die er ausbeuten kann?
- Bin ich gezwungen auszusetzen?
- Hat mein Doktoronkel schon Papers veröffentlicht?
- Hat die Abteilung einen guten Ruf?
- Hat die Abteilung gute “Connections”?
Software zum Erstellen von der Doktorarbeit
Die Entscheidung welche Software man nimmt ist nicht ganz einfach. Es gibt generell 3 Typen von Programmen, die Textverarbeitungspgramme, die Publishing Programme und Professionelle Textsatzsysteme.
Am häufigsten werden sicherlich die Textverarbeitungsprogramme verwendet. Insbesondere Word (mit dem Programmzusatz Endnote) ist das meistgeliebte Programm, gleichzeitig aber auch das meistgehasste Programm (insbesondere von denen die es benutzen). Wenn man ein Textverarbeitungsprogramm benutzt sollte man sich auf jeden Fall vorher im Internet kundig machen wie man solch ein Projekt plant und welche Zusatzprogramme man benutzt, z.B. Endnote .
Ein großes WordFAQ gibt es hier (http://web.archive.org/web/20070208092333rn_1/mypage.bluewin.ch/reprobst/).
Die Publishing Programme sind für die Gestaltung sehr gut und lassen der Kreativität viel Raum, vor allem wenn man die Programme erst mal verstanden hat. Meistens sind sie sehr teuer (bis auf Ragtime), dafür lassen sie sich auch für viele andere Anwendungen benutzen (Plakate erstellen usw.).
Die letzte Kategorie Professionelle Textsatzsysteme beinhaltet das Programm Latex, welches extra zum Erstellen wissenschaftliche Arbeiten geschrieben wurde. In vielen Fachbereichen, z.B. Mathematik, Physik zählt es als defacto Standard. Die Einarbeitungszeit ist schwierig, danach ist Latex aber einfacher zu bedienen. Bei Latex “programmiert” man den Text, das heißt man schreibt den Text und die Formatierung übernimmt das Programm, das bedeutet man kann keine tollen grafischen Designs machen (bei Doktorarbeiten auch nicht erlaubt). Wer später in die Wissenschaft gehen will und plant, viel zu publizieren, sollte sich überlegen sich mit dem Programm vertraut zu machen. Eine gute Quelle zum Einsteigen findet man unter http://www.dante.de/. Entsprechend der Wichtigkeit der Softwareentscheidung lohnt es sich noch ein wenig herumzustöbern. Einen guten Überblick findet man, wenn man nach “software dissertation” googelt. Word oder Latex http://www.vwl.wiso.uni-goettingen.de/latex.php.
Textverarbeitungsprogramme
- Microsoft Word (in Kombination mit Endnote)
- Open Office (in Kombination mit Endnote)
- Bibliothek bzw. Literaturverzeichnis
- EndnoteX3
- Publishing Programme
- QuarkXPress
- Adobe Pagemaker
- Adobe InDesign
- Ragtime (freeware)
- Microsoft Publisher
- Professionelle Textsatzsysteme
- LaTex
Statistik-Programm
Findet ihr zum kostenlosen Download bei der GWDG unter
http://www.gwdg.de/index.php?id=787
Erstellen von der Doktorarbeit
Die Statistik (hinter dem Gebäude der Ethik u. Geschichte der Medizin, Waldweg) hilft Euch bei bei den statistischen Problemen gerne. Es wird empfohlen die Statistiker zu befragen, BEVOR ihr die Daten erhebt, ob alles statistisch in Ordnung ist.
Öffnungszeiten:
Seit dem 01.04.2010 wird der CIP-Raum zu folgenden Zeiten betreut:
* Montag 10:00 – 15:00 Tobias Lohse
* Dienstag 13:00 – 18:00 Markus Harden
* Mittwoch 13:00 – 18:00 Simon Schneider
Änderungen vorbehalten. http://www.ams.med.uni-goettingen.de/amsneu/
Ethik-Kommission: Es wird empfohlen rechtzeitig die Anträge bei der Ethik-Kommission zu stellen – haltet hierzu rechtzeitig Rücksprache mit eurem Betreuer, da dies sonst den ganzen Ablauf gefährden kann!
http://www.ethikkommission.med.uni-goettingen.de/
Wir wünschen Euch dabei viel Erfolg!
